Gemeindeversammlung am 9. November 2014

09. November 2014
„Nur wer sich verändert, bleibt!", so war die Einladung zur Gemeindeversammlung am 9.11.2014 im Anschluss an den Gottesdienst in St. Severin überschrieben. Eingeladen hatte der Kirchengemeinderat zu einer zweiten Gemeindeversammlung in diesem Jahr, um Entwicklungen und Veränderungen in unserer Kirchengemeinde vorzustellen.

Nach der Begrüßung durch Pastorin Susanne Zingel stellten sich zu Beginn der Kirchengemeinderat (KGR), die Hauptamtlichen und der Förderkreisvorstand mit ihren Aufgabenschwerpunkten vor und Propst Dr. Kay-Ulrich Bronk berichtete von kirchenpolitischen Entwicklungen in Zeiten des Umbruchs, in denen Veränderungen notwendig sind. Konkret erläuterte er das Vorhaben Kirchspielräume zu bilden, in denen Kirchengemeinden regional enger zusammenarbeiten, zum anderen das Ziel einen Rücklagenfonds für „Kirche und Tourismus“ zu bilden. 

Es wurde berichtet, dass es in unserer Gemeinde in naher Zukunft einige Veränderungen geben wird. Pastor Reimann teilte mit, dass er das Angebot der Nordkirche einer dreimonatigen Sabbatzeit von Januar bis März 2015 annehmen wird und in dieser Zeit nicht auf der Insel sein wird. Pastorin Zingel erläuterte, dass die Veränderungsprozesse schon begonnen haben und der KGR sich seit 2013 beraten lässt, um diese gut zu bewältigen. Sie berichtete, dass der KGR beschlossen hat, ab 2015 nur noch einen gemeinsamen Gottesdienst in St. Severin für die ganze Gemeinde zu feiern. Mehrere Redner bedauerten den Wegfall des Gottesdienstes in Tinnum. Die Gemeindeversammlung beschloss mit deutlicher Mehrheit, einen Antrag an den Kirchengemeinderat zu stellen, erneut darüber zu beraten. 

Weiterhin berichtete Pastorin Zingel, dass eine wichtige Aufgabe des KGR die nachhaltige Sicherung von zwei Pfarrstellen sei. Zurzeit ist es so, dass 1,75 Stellen in unserer Gemeinde, ab 2015 nur noch 1,5 Stellen durch den Kirchenkreis finanziert werden, was bedeutet, dass die Gemeinde selbst für die Finanzierung einer halben Stelle aufkommen muss, was finanziell nicht tragbar ist. Hinzu kommt, dass beim Wechsel eines Pfarrstelleninhabers laut Pfarrstellenplan des Kirchenkreises sogar nur noch eine Pfarrstelle für die Dörfer Keitum, Tinnum, Archsum und Munkmarsch und für Gäste zur Verfügung stehen soll. Da das nicht ausreichend ist, wird der KGR sich offensiv dafür einsetzen, zwei Pfarrstellen für unsere Gemeinde zu sichern und dies entsprechend beim Kirchenkreisrat beantragen. Propst Bronk sagte, dass die Notwendigkeit von zwei Pfarrstellen in unserer Gemeinde im Kirchenkreis gesehen wird und signalisierte, sich dafür einzusetzen, dass, sobald kirchliche Gelder zur Unterstützung der Arbeit Kirche und Tourismus zur Verfügung stehen, unsere Gemeinde damit gefördert wird. 

Im Weiteren bat die Gemeindeversammlung den KGR mit deutlicher Mehrheit sich für den Gottesbezug in der Landes- verfassung einzusetzen und die katholische Initiative zum Volksentscheid zu unterstützen. 

Pastorin Zingel schloss die Gemeindeversammlung mit Segen und Gebet um die Hoffnung, die Herausforderungen mit vereinten Kräften zu meistern.